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solange…

26/02/2013

…die mir hier den hahn nicht abdrehen ein schönes wort von franz josef degenhardt:

Dies Land ist unser Land ?
So wie es ist, so wie es kommt, so wie es war.
Dies Land ist unser Land
und wie es kommt, so ist es nicht, wie es mal war.

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nicht mal mehr für 18 bucks

06/02/2013

das war es dann. die von wordpress wollen 18 dollar von mir, um die seite offenzuhalten. nicht die finanz-welt. aber in mir schreibt’s nicht mal mehr für diese 18 bucks.  seeblockade vor kuba. sitzblockade vorm stuttgarter bahnhof. schreibblockade beim hoffmann. der sich indes an bedeutung keinesfalls mit dem bankrotten inselstaat oder der bauruine in spe vergleichen will. ein kleines löffelchen im tafelsilber der elektronischen weltenläufte gibt veit-ulrich, der blockierte, ab. und das ist noch zu hoch gegriffen.

kippen, kaffee, krankenhaus – doping in mengen, die lance armstrong vor neid erblassen liessen. aber das schreibhirn lässt sich nicht mehr aktivieren. dabei gäb’s ausser kuba und stuttgart soviel lustiges, ernstes und wut-treibendes zu (be-)schreiben. ganz klar: die havarierte schavan, der gespalten-züngige  schütze obama, die tieftraurige geschichte von juden und palästinensern. der schleichende faschismus, der sich, weiss gott (falls es den geben sollte), nicht auf nsu und npd beschränkt. die erbärmliche wowereitschaft in berlin und guardiola bei bayern. da oben in der birne indes hat sich der wind ins schlaf-abteil gelegt.

eines allerdings muss ich noch los werden. stellvertretend für die paar leser dieses blogs sei olaf s., der nach dänemark exilierte ossi, erwähnt. ein treuer freund und leser seit den unseligen zeiten bei utopia. vor ein paar tagen mehr als kürzlich hast du mir mailend mut gemacht. an der ausfahrt waiblingen-mitte, guter olaf, gibt es eine kurven-kombination. erst nach rechts, dann nach links und wieder nach rechts. mit diversen kaleschen versuch ich seit einer ewigkeit die ideallinie zu treffen. auf dem rückweg eines täglichen arztbesuchs. einmal in all der zeit hab ich ansatzweise richtig eingelenkt. mit dem porsche eines anderen guten freundes. aber jedesmal, wirklich jedesmal, wenn ich die drei kurven automobilisiere, denk ich an dich. ums versteuern weiss ich nicht warum. ich hab ja nicht einmal einen blassen, ob du gut auto fährst. ich kann nur feststellen, dass du einer der gewissenhaftesten blogger bist, die’s gibt. und freund wirst du bleiben.

ach was, ich erwähne noch ein paar andere gute: udo, die haarschlampe.rudi, der sesshafte wander-bauer. lapsina, die aus der ferne so verehrte. ein anderer udo, der mit den potenzometern. dagmar, die die grösst-schönsten weihnachtskarten schreibt. ioannis, der kulinarische hundertwasser.

grad im moment gibt mein feuerzeug den geist auf. ich kann’s ihm gut nachfühlen. seid gegrüsst ihr alle. und bedankt. ich seh euch, um beim sänger zu schavanen, in meinen träumen.

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wir versaufen

14/11/2012

zur trüben zeit was lustiges. thomas freitag in anlehnung an kurt tucholsky. (seit jetzt in der technisch schlechteren, aber vollständigen version.)

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über den umgang mit opfern und tätern

13/07/2012

mein freund udo hat die eier, ein dunkles kapitel unserer neon-gesellschaft anzusprechen: kindesmissbrauch. ich übernehme udos beitrag aus facebook und gestatte mir anschliessend ein paar eigene gedanken.

„Ich möchte mit diesem Text einzig für mich selbst sprechen, beschreiben, wie ich den Umgang mit mir als Betroffenem erlebe, und auch meine Empfindungen, wenn ich erlebe, wie ich von den meisten anderen Menschen einfach umgangen werde, wenn die Sprache auf das Thema Kinderschändung kommt. Den Rest des Beitrags lesen »

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wissen ohne wert

26/06/2012

ich schau grad snooker. ein spieler namens ding versuchte sich in einer safety. geraten draus ist ihm eine kerzengrade stellung auf rot für seinen gegenspieler, den davis.

da weiss ich also was, hab indes keine blasse, ob und wie mich dieses wissen weiter bringt.

auch trag ich seit einem halben jahrhundert das schöne substantiv steeplechase mit mir herum. und ohne gewinn das wissen, dass nämliches für hindernislauf steht. oder torch für taschenlampe, die mein freund bobby mal gesucht hat. das wort und den lichtmacher.

damit auch der hör in gang bleibt, stopf ich the doors in die schächte. gleich sechsmal – heut geb ich’s mir. „strange days“ läuft grad, die scheibe und der titel. davis hat auf grün verhurzelt, ding aber auch. ich tauche in die vorlagen, die ray manzarek robbie krieger zuspielt. jim morrison baut seine gesungenen dribblings auf beides auf. wie jeder tatsächlich grosse dribbel-künstler, hat er in seinem leben einen haken geschlagen. und zwar ebenso zu früh wie zuviel.

dass the doors die meiste zeit auf einen bassisten verzichteten und manzarek die entsprechenden linien linkshändig auf der orgel zog, während er rechts zu den feinsten soli sich aufschwang, ist mir durchaus unfremd. noch so ein stückchen brotloses wissen.

wenn ich jetzt tagesschautete, oder heutete, wer weiss, vielleicht, er begegnete mir, der volks-vertreter, der nicht mich vertritt, weil er mich-vertreter hiesse, ansonsten. der kennt möglicherweise die zweite gesetzesvorlage für die tischordnung aus anlass der öffentlichen sehnis eines fussball-halb-finals zwischen von links nach rechts gegen rechts nach links. auch ist ihm nicht entgangen, dass seine chefin vom kicken nichts versteht und sich ihre einschaltquoten vor allem dann herbeijubelt, wenn das tor rechts fällt. in der zweiten hälfte ist das dann ein eigentor, aber mein bescheid-wiss wird dadurch nicht wertvoller. und unser hosen-anzügle kennt das längst aus eigenem erleben.

was haben wir alles gelernt. und nicht verlernt? – um mit dem weit-vergessenen poeten, sänger und philosophen christoph stählin zu fragen. vielleicht sollte ich mal wieder ein gutes buch lesen? an karl dall in anlehung das telefonbuch? aber ach, auch das schwächelt. weil die meisten unter uns von gutenbergs kunst abgefallen sind. elektronisch kündet der genosse im jetzt von seiner erreichbarkeit. oder aber eben nicht. regelrecht magersüchtig begegnen die telefonbücher uns anno 2012. und es braucht keinen raimund harmstorf mehr, um sie, am rücken gepackt, auf eins in zweie zu reissen.

statt snooker senden sie jetzt england gegen italien. wie du und ich wissen, eine aufzeichnung. weil die italiener nämlich bereits obsiegt haben. im elfmeter-schiessen. ich hab auch mal einen vergurkt. bin aber deshalb kein engländer. wahrscheinlich bin ich immer noch ein deutscher. der weiss, was steeplecross heisst. ich sag‘ dir, mit soviel wissen bringst du es bei uns teutonen nicht einmal zu hartz IV.

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60 jahre bild – scheiss drauf

24/06/2012

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deutsche fahnen an asiatischen kisten

16/06/2012

dies handelt sich um eine repräsentative beobachtung. bei vw sind’s die fahrer von touran und polo, die sich derzeit mit einem – oder auch zweien – dieser schwarz-rot-goldenen anstecker den cw-wert versauen. analog dazu treffen wir die fahnen im wind an corsas und zafiras, so wir von opel sprechen. bei bmw wimpeln der einser und der dreier besonders gern. für mercedes flattern der älter gehaltene 190-er und die neue c-klasse an den start.

so weit kann sich der durchschnittliche fahnen-kundler alles selbst erklären. deutsches automobil, deutscher fahrer, gerne auch deutsche fahrerin und mutter, deutsche farben. indes, es gibt auch verwirrniss. nicht aus dem stand zu beurteilen ist zum beispiel der französische c2, der rechts ein deutsches und links ein italienisches fähnchen ständerte.

aber! es ist nicht etwa so, das hat unsere beobachtung eindeutig ergeben, dass die meisten deutschen farb-kostproben an deutschen fahrzeugen hängen. weit gefehlt. toyota, honda, hyundai und kia, das sind die spitzenreiter. japaner und koreaner also. gegen ende unserer erhebung gar nahm mir ein suzuki swift die vorfahrt, dessen chauffeur die diesbezügliche courage wohl aus den gleich vier flaggen sog, die solch ein streichholzschachtel-ähnlich grosses gefährt nahezu komplett verdunkeln.

was mir an diesen optischen vuvuzelas nicht passt? eben weil’s optische lärmbelästigung darstellt. und weil ich nicht verstehe, warum’s zum beispiel der eher schlichte kölsche aussenstürmer auf links oder der nicht minder eingeschränkte alemannische schön-scheitel auf der trainerbank sein müssen, die die hormone der vaterlandsliebe ins autofahrer-blut schiessen lassen.

im übrigen: ich hör grad „johnny be good“ ein einer version von jimi hendrix. und damit fang ich entschieden mehr an als mit vaterlandsliebe grundsätzlich. aber weil unsereiner auch seinen nationalstolz pflegt, nachfolgend der fussball-blues der unvergleichlich deutschen insterburg und co.